ProSieben

KuH-Service: Das TV-Floskel-Nachschlagewerk

Für wen sinnentleerte Phrasen in TV-Trailern oder Sendungen bisher immer ein Buch mit (mindestens) sieben Siegeln waren, dem kann nun geholfen werden. Einige dieser immer wieder abgenudelten Begriffe wurden von einem internen Mitarbeiter, der unerkannt bleiben möchte in einem Interview (Quelle: tvforen.de) auf humoreske Art umschrieben. Wobei wir dort, um ganz ehrlich zu sein, fast ausschließlich Wahrheiten erkennen können. Oder?

„Jetzt“ = Also nach 6 Minuten Werbung plus 2 Minuten Trailer plus einer Minute Programmhinweis.

„Gleich“ = Im Anschluß an die laufende Sendung, also in ca. 35 Minuten mit Minimum zwei Werbeblöcken.

„Demnächst“ = In ca. 8 – 10 Wochen, aber wir haben soviel dafür bezahlt, daß wir schon jetzt auf Zuschauerfang gehen müssen… Siehe aber:

„Demnächst: das TV-Total-Event“ = In einem dreiviertel Jahr, wir brauchen nur schon jetzt die Trailer, um was zum Senden für die tägliche „TV Total“-Sendung zu haben.

„Neuer Sendeplatz“ = Quoten-Flop, den wir ins Nachtprogramm verschieben. Stattdessen: „Best of TV Total“, „Best of Mittermaier“, „Die 10 größten…“, „Comendy A bis Z…“, usw…

„Wieder da!” = Alte Wiederholungen, die einen Quoten-Flop ersetzen müssen, auf dessen Absetzung wir Sie nicht hinweisen möchten & wovon wir nie mehr reden wollen…

„Weltpremiere!“ = Billige Eigenproduktion, aufgebaut auf Sex- oder Katastrophen-Klischees. Heute: „Flammeninferno im Mädchenpensionat!”

„Die neue Serie” = Kopiertes Erfolgsrezept einer Konkurrenz-Serie. Schauen Sie sich unsere Alternative an, solange es sie gibt, sie wird schließlich eh bald wieder abgesetzt…

„Der neue Vorabend auf ProSieben…” = Jetzt drei Simpsons-Folgen hintereinander! Uns fällt nach „Taff“ und „Prompt“ (Anm.: „Prompt“ war 2004/2005 ein Infomagazin mit Birte Karalus) kein neuer Name für eine weitere Infotainment-Sendung ein…

„Nur ein Spot“ = Nur eine Werbung, dann drei Trailer und ein Programmhinweise mit Werbung (der Hinweis steht ganz unten), danach ca. 2 Minuten Sendung bis zum vollen Werbeblock.

„Bleiben Sie dran, gleich kommt noch…“ = ..nach 6 Minuten Werbung und zwei Trailern eine halbe Minute Sendung, in der der Moderator Ihnen nur noch eine gute Nacht wünscht. Das sollten Sie nicht verpassen!

„Wir machen ein klein bißchen Werbung…“ = Moderator verabschiedet sich in die Werbung. Logischer wäre allerdings stattdessen eine Einleitung NACH der Werbung, a la „Wir machen ein klein bißchen Sendung…“ oder „Wir unterbrechen die Werbung für ein wenig Sendung.“

„Impro-Comedy“ = Billig produziertes Schlagwort für so ziemlich jedes Format, daß trotz Witz- und Talentfreiheit derzeit Quote bringt. Zur besten Impro-Comedy 2006 wurde übrigens Axel Schulz‘ Comeback-Kampf gewählt!

„Infotainment“ = Sammelbegriff für Boulevard-Sendungen, die jeden Schnipsel Klatsch senden können, ohne auf Aktualität achten zu müssen. Eigentlich genau wie die Nachrichten…

„Promis“ = Senderinterne C-Prominente, deren neue Sendung, ..was für ein Zufall.., direkt im Anschluß anläuft.

„Hier noch mal die Gewinnspielfrage…“ = Bitte rufen Sie noch ein paarmal an, wir haben noch nicht ganz das 10-fache des Gewinnwertes durch Ihre 50 Cent pro Anruf verdient.

„Warum rufen Sie nicht an, die Frage ist doch ganz leicht?“ = Gilt eigentlich der Regie und soll heißen: „Warum stellt ihr denn keinen durch?“

„Hot Button“ = Hans-Jürgen Burgmann – oder wer sonst gerade Regie führt.

„Wir machen unser Programm nur für Sie“ = Gemeint ist die Wirtschaft!

„We love to entertain you“ = We love to advertise you

„Auf Wiedersehen & vielen Dank“ = So long, suckers!

Folge 21: Vox castet, ZDFneo bildet, ProSieben setzt auf Nonfi(c)ktionales und verärgert „Popstars“-Fans

Eines gleich vorweg: Filmfreunde werden in dieser Episode nur mit wenigen Themen versorgt. Da sich die KüHe aber stets nach der aktuellen Nachrichtenlage richten, dominiert in Folge 21 des Podcasts ganz klar der Fernsehteil. Zum einen machte der Privatsender Vox diese Woche auf sich aufmerksam, denn dieser wartet mit einem in Deutschland gänzlich neuen Format auf: einer neuen Casting-Show! „X-Factor“ wird die Geschichte heißen. Worin sie sich vom restlichen Castingbrei unterscheiden soll, erklären Körber und Hammes. Der erst kürzlich gestartete Digitalsender ZDFneo paart ab Januar Unterhaltung mit Aufklärung und schickt Promis als Lehrer an deutsche Schulen. Unter anderem mit dabei: Quasselstrippe Gülcan Kamps. Und ProSieben macht es sich ab 2010 zur Aufgabe, mit „50 pro Semester“ fünf Studenten zum Wettficken Wettbumsen Wettvögeln antreten zu lassen.

Anlass genug für die beiden Medienwächter beim Münchner Sender zu bleiben, denn mit der Verarsche am Zuschauer erster Klasse hat ProSieben am vergangenen Dienstag im großen Halbfinale der Dauerwerbe- und Call-In-Show „Popstars – Du und ich“ ganz ohne Zweifel den „KuH der Woche“ gelandet. Da waren sich auch unsere KuH-Hörer einig und nominierten dieses TV-Ereignis zu Recht.

Im Film-Bereich herrscht Freude, denn Schweigers „Zweiohrküken“ vertrieb „Twilight“ von Platz eins der Kinocharts. Außerdem wird in Körbers Filmschule der Nachfolger für „Tron“ ernannt.

Weitere Themen: Körbers erstes Mal „Bauer sucht Frau“; Das Vierte wird zum Sender ohne Programm; Gewinner der „Generation Fernseh-Kult“-CDs; Neues vom Titelschmutz und: Tipp den Jauch.

Links zur Sendung:
Auch „Meedia“ informiert über die neue Vox Casting-Show
KuH-Hörer „tvundso“ über „X-Factor“ in seinem Blog

Folge 18: Tops, Flops, Spenden, Energieausgleich und jede Menge Hornauer

Endlich 18, die KuH wird volljährig! Nachdem Körber und Hammes die Technik besiegt und ihr Reich vorm Mikrofon wieder einnehmen konnten, steht Episode 18 ganz im Zeichen einer bestimmten Person: Thomas G. Hornauer. Dem ein oder anderen KuH-Hörer sicherlich schon längst ein Begriff, weiß der schwäbische Fernsehmacher immer wieder von sich Reden zu machen und wurde vor allem durch seinen Sender Kanal Telemedial bekannt.

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Nur ein winzig kleiner Einblick in das Treiben bei Kanal Telemedial

Doch woher kommt der Mann eigentlich und welche Idee verfolgt er mit seinem inzwischen ausschließlich im Internet zu empfangenden Sender? Die KuH versucht mit der „Horni-Story” Licht ins Dunkel zu bringen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=YjJWAs5vhu8&hl=de_DE&fs=1&]
Das B.TV-Motivationsvideo – so fing alles an

Doch so gerne Körber und Hammes über Herrn Hornauer und seine telemediale Idee auch philosophieren, so gilt es auch einige liegengebliebene und brandaktuelle Themen rund um Film, Funk und Fernsehen abzuarbeiten. Da wäre zum einen der Start des neuen Senders Fem TV. Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat nämlich jetzt (mal wieder) die Frau als potenzielle Zielgruppe für sich entdeckt. Zudem gibt es diese Woche einige Tops und Flop: Von der „Berliner Nacht-Taxe” über „Frauenzimmer” bis hin zu „Pastewka” und „Stromberg”.

Und es gilt voller Herzlichkeit Danke zu sagen. Danke an euch, die KuH-Hörer, die unserem Aufruf nachkamen und uns durch Spenden unterstützt haben. Wie diese zum Teil schon in der aktuellen Folge eingesetzt wurden, erklären die beiden KüHe.

Weitere Themen: „Maus”-Erfinder Armin Maiwald kritisiert den Ki.Ka und Ulrich Wickert ARD und ZDF; „Paranormal Activity” neu im Kino; die aktuellen Kino-Charts; Körbers Filmschule; Neues vom Titelschmutz und eine Hörer-Überraschung für Herrn Hammes.

Für den musikalischen Ausklang sorgt in Folge 18 unsere Stammhörerin Anna Kühn (21) mit „Der Weg Nach Vorn”. Mehr von der jungen Nachwuchssängerin ist unter Youtube.com/user/aennarockstah zu finden.

Links aus der Sendung:
Telemedial-Wiki mit Hornauer-Zitaten
Die volle Portion Hornauer – täglich im Livestream
Movie: Kanal Telemedial – Ein Sommermärchen
Movie: Eines von vielen Best-of-Videos von Kanal Telemedial
Movie: Hitlergruß bei Kanal Telemedial?
Movie: Thomas Hornauers Scherz – „Ich hätte dir nix geklaut, ich hätte dich vergewaltigt”
Movie: Hornauer ist „Sinnlos im Weltraum”
Movie: Viele weitere Telemedial-Videos bei YouTube
– Movie: „Bis zur Vergasung” – Thomas Hornauer philosophiert über Sprichworte

Quellen Audioausschnitte: YouTube/Kanal Telemedial (Thomas-G.-Hornauer-Gruppe)

Enkes Tod: Sensationsjournalismus vs. Schutz der Ehre

Manchmal kotzen mich die Medien an. Und zwar so richtig. Klar, irgendwo gehöre ich dazu und oftmals tragen sie zu meiner Erheiterung und (im besten Fall) auch zur Information bei, aber das, worüber ich heute im Blog von Medienjournalist Stefan Niggemeier gestoßen bin, schockiert und erzürnt mich gleichermaßen.

Generell mag man über die Berichterstattung vom Tod des Torhüters Robert Enke seine ganz eigene Meinung haben. Natürlich ist es eine Tragödie. Natürlich ist die Trauer berechtigt. Und natürlich geht auch mein Mitgefühl und Beileid an seine Adoptivtochter sowie an seine starke Frau, die, mit dem Gedanken, dem Medienzirkus danach entfliehen zu können, vor laufenden Kameras in der tiefsten Phase der Trauer eine PK gibt.

Doch mir scheint der Umgang der Medien mit diesem Thema in großen Teilen sehr einseitig. Passende Worte dazu hat in meinen Augen Kollege Frank Wallitzek bei Radio Bonn/Rhein-Sieg gefunden.

Davon ab: was sich einige namhafte Medienunternehmen in diesen Tagen leisten, zeugt mal wieder vom oft beschriebenen Sensationsjournalismus, wie der Blog-Eintrag von Niggemeier unter Beweis stellt.

Natürlich war die Selbsttötung von Torwart Enke auch bei ProSieben ein Thema. Am Mittwoch berichtete in »Newstime« Reporter Stefan Landgraf. Dem Zuschauer werden Bilder vom Unglücksort präsentiert. Eine junge, zunächst nicht näher erkennbare Frau ist zu sehen, die sich mit den Helfern austauscht. »Sagen Sie bitte, was mit meinem Mann ist«, erkundigt sie sich bei einem Polizisten. »Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen.« »Lebt er noch?« will sie wissen. Seitens der Polizei erneut die Aussage, dass man dies jetzt nicht sagen könne. Es ist Enkes Frau Teresa, die sofort zum Unglücksort eilte.

Das alles präsentierte uns ProSieben (beziehungsweise der hauseigene Nachrichtensender N24) mit entsprechendem Bildmaterial und Untertiteln zur besseren Verständlichkeit. Stefan Niggemeier zeigt von ihm unkenntlich gemachte Screenshots aus dem Beitrag.

Quelle: stefan-niggemeier.de; Screenshot: ProSiebenQuelle: stefan-niggemeier.de; Screenshot: ProSieben

 

Sensationsgeilheit der unschönen Sorte. Doch wer kann so etwas verhindern? Die Antwort ist ganz einfach: der Pressekodex, den jeder Journalist hoffentlich auswendig gelernt oder zumindest irgendwann mal in Händen gehalten hat. Zunächst ein Auszug um zu erklären, dass die Berichterstattung über den Selbstmord Enkes in der Tat seine Berechtigung hat, thematisiert zu werden:

Richtlinie 8.5 – Selbsttötung
Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von öffentlichem Interesse handelt.

Berichterstattung ja, aber…

ZIFFER 9 – SCHUTZ DER EHRE
Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Bleibt die Frage offen, ab wann von »unangemessenen Darstellungen« die Rede ist. War die »Newstime«-MAZ unangemessen? Das obliegt in erster Instanz natürlich zunächst den verantwortlichen Chefredakteuren. Doch sollte auch die Redaktion von ProSieben/N24 über Ziffer 11 des Pressekodex informiert sein, denn…
ZIFFER 11 – SENSATIONSBERICHTERSTATTUNG, JUGENDSCHUTZ
Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.
Richtlinie 11.1 – Unangemessene Darstellung
Unangemessen sensationell ist eine Darstellung, wenn in der Berichterstattung der Mensch zum Objekt, zu einem bloßen Mittel, herabgewürdigt wird. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn über einen sterbenden oder körperlich oder seelisch leidenden Menschen in einer über das öffentliche Interesse und das Informationsinteresse der Leser hinausgehenden Art und Weise berichtet wird.

Unangemessen? Nicht für die Nachrichten-Redaktion. ProSieben-Sprecher Christoph Körfer sagt auf Anfrage von Niggemeier, die Bilder zu zeigen war »angemessen«. Bei N24 hieß es auf seine Nachfrage hin, diese Bilder seien doch auch auf anderen Sendern zu sehen gewesen. Im Vergleich zu ProSieben jedoch verpixelt.

Es ist ein Armutszeugnis, wenn Bilder wie diese über den Sender geschickt werden. Überhaupt gipfelt der Sensationswahn der Presse mehr und mehr in fragwürdige Dimensionen und stellt den Beruf des Journalisten in eine Ecke, in die er nicht reingehört. Schnell wird man als unsensibles Monster abgestempelt.
So ist es bei Twitter keine Seltenheit mehr, wenn eine Lokalzeitung User mit Tweets wie »Tote und Schwerverletzte bei Unfall auf der B10 – Bilder und Videos bei uns…« anlocken will. Wer diese Form von Journalismus unterstützen will, darf natürlich weiterhin gerne klicken. Bei mir wird so etwas lediglich mit einem Klick auf »unfollow« quittiert.

 

Folge 17: Aufregung um ProSiebenSat.1-Sender, Erwartungen an ZDFneo, Fragen an die Kanzlerin und Sender für die KuH

Skandal! Panik! Ratlosigkeit! ProSieben, Sat.1 und Kabel eins sollen künftig nur noch gegen Gebühr empfangbar sein! Muss Deutschland also bald auf „Talk, Talk, Talk“, „Das Fast-Food-Duell“ oder beispielsweise „Zwei bei Kallwass“ verzichten? Von wegen… Körber und Hammes haben nachgefragt und klären über diese Schlagzeile des Tages auf.

Am 1. November wird aus dem ZDF Dokukanal ZDFneo. Die beiden KüHe werfen einen Blick auf das Programm und die Ausrichtung des neuen Spartenkanals. Premiere feiert in der 17. Ausgabe die Rubrik „TV and the City“, in der unsere Außen-KuH aus der Medienhauptstadt Köln, Frau Engels, heute über den Start der neuen Vox-Talkshow „Frauenzimmer“ und den Deutschen Comedypreis sinniert.

Cineastischen Genuss gibt es auch heute wieder in leicht komprimierter Form. Während „Körbers Filmschule“ erneut eine Pause einlegt, erzählt Herr Hammes über den Neustart „Der blutige Pfad Gottes“ und hat, neben der Filmbesprechung, auch noch einige News und die Kino-Charts im Gepäck. Auch der Michael-Jackson-Film „This Is It“ wird von Herrn Körber kurz angerissen.

Weitere Themen: Niederländischer Journalist stellt Merkel die 100.000-Mark-Frage und landet damit den „KuH der Woche“, weitere Einsendungen für den schlechtesten Radio-Claim Deutschlands und Start unserer neuen Aktionen im Genre Funk: „Bringt die KuH ins Radio“ sowie die Suche nach Axel Schulz.

Nachtrag: Nein, „Bim Bam Bino“ kehrt nicht zurück ins deutsche Fernsehen. Mehr Informationen bei TVmatrix.

 

Link aus der Sendung:
– Kommt die TV-Maus Bino zurück ins Fernsehen?
Merkel wird nach Schäubles Spendenaffäre befragt
– Trailer zu „The Boondock Saints“ – Teil 1
– Und hier findet Ihr den „Boondock Saints“-Trailer zum zweiten Teil
– Das erste offizielle Bild zum neuen „A-Team“

Quellen Audioausschnitte: YouTube/HBO/Darren Star Productions/Phoenix

Folge 15: Die nackte Marge Simpson und die mystische KuH

Medien-KuH Nummer 15 gibt sich mystisch. Denn wie ein roter Faden werden sich heute die Zahl 7 und das Thema Bibel und Religion durch die gesamte Episode ziehen. Angefangen bei ProSieben: zum ersten Advent plant der Sender einen „Disney Day“. Dazu wird sich auch die On-Air-Verpackung des Münchner Senders ändern. „Poptitan“ Bohlen äußert sich zu den Rundfunkgebühren und findet, dass diese doch eigentlich nicht mehr zeitgemäß sind. Sein Vorschlag, was man mit dem überschüssigen Geld anfangen könnte, in der KuH.

Laienmagier Uri Geller erobert die Welt; das ProSieben-Format „The next Uri Geller“ darf nun auch in Griechenland mit skeptischen Blicken bewundert werden. Dennoch hat es der Löffelbieger nicht zum „KuH der Woche“ geschafft. Dieser Titel geht in dieser Woche an Marge Simpson, die sich für den US-Playboy nackig machte.

Weitere Themen: Neues vom Titelschmutz und aus der Filmwelt, Körbers Filmschule bespricht dieses Mal „Sieben“ mit Morgan Freeman und Brad Pitt und natürlich findet auch wieder die Auslosung des nächsten Films statt, der besprochen werden muss.

Neue Aktion: Wir suchen Deutschlands meiste und beste Radio-Claims – Ihr seid gefragt!

Folge 9: Politiker singen, Kritiker motzen und ProSiebenSat.1 sucht Ideen

Auch diese Woche konnten Herr Körber und Herr Hammes wieder interessante Themen auf der grünen Medienwiese ausfindig machen und mitten im Wahlkampf zur Landtagswahl im Saarland und zur Bundestagswahl geht es in Episode neun (im übrigen der bisher längsten Ausgabe) politisch zu. Die KüHe werfen zunächst einen Blick auf die neue „Wahl-Arena“ von Sat.1 und ob die harsche Kritik der Branche tatsächlich gerechtfertigt ist. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Quotenentwicklung der Townhall-Meetings und der Porträts von Merkel und Steinmeier – sind die Deutschen inzwischen politikmüde? Den „KuH der Woche“ hat dieses Mal der Radiosender bigFM Saarland gelandet. Dieser hat, in Zusammenarbeit mit einem Musikstudio, die saarländischen Spitzenkandidaten vor der Landtagswahl zu Sängern gemacht und mit ihnen den Wahlsong „Wir gehen wählen“ aufgenommen – Wahlfinale der grotesken Art. Die Medien-KuH spielt das Lied in voller Länge.

Da Körbers Filmschule in dieser Woche kurze Sommerferien einlegt (in Wirklichkeit war er nur zu faul hatte er keine Zeit um „Casablanca“ anzusehen), urteilen die Herren Körber und Hammes über den Horst-Schlämmer-Film „Isch kandidiere“. Diesen haben sich die beiden Kerkeling-Fans zu Gemüte geführt.

Weitere Themen: ProSiebenSat.1 ruft zum Produzenten-Pitch um neue Ideen fürs Fernsehen zu finden; Titelschmutz; „Retro-KuH“: Thema Werbung.

Quelle Audioausschnitt: YouTube
Wir bedanken uns beim Musikstudio PMR für die freundliche Unterstützung

Folge 8: ProSieben eröffnet Promi-TV-Knast; „Der Preis ist heiß“-Comeback; „Pimp my Puff“; Kerkeling-Interview: Steh- oder Sitzpinkler?

Zwei Schlagzeilen erschütterten die durch das Sommerloch lahmgelegte Medienlandschaft in dieser Woche: Zum einen kündigte die „Bild“-Zeitung die „härteste TV-Show aller Zeiten“ bei ProSieben an. „Raumschiff Cubus“ lautet deren Arbeitstitel und orientiert sich am US-Original „Solitary“. Wie hart die neue Realityshow mit Promis tatsächlich wird, besprechen Körber und Hammes. Zum anderen orakelte die „Bild am Sonntag“ über eine Neuauflage der Neunziger-Jahre-Kultsendung „Der Preis ist heiß“. Harry Wijnvoord selbst soll diese wieder moderieren – doch die Produktionsfirma Grundy schwächt den Artikel ab, denn weder gibt es einen Sender, noch sei die Produktion eines Piloten in Planung. Diese Meldung war für die beiden Medien-KüHe Grund genug, eine neue Rubrik zu etablieren: Die Retro-KuH.

In der Rubrik Film werfen Herr Körber und Herr Hammes einen Blick auf die Neustarts der Woche, die dieses Mal besonders erwähnenswert sind. Zum einen referieren die Beiden bekennenden Hape-Kerkeling-Fans über seinen neuesten Geniestreich „Isch kandidiere!“ und greifen tief ins private Archiv zurück. Hier erwartet treue KuH-Fans ein etwas anderes Interview mit Hape. Doch auch der neue Tarantino-Streifen „Inglourious Basterds“ findet Erwähnung.

Weitere Themen: Titelschmutz; „KuH der Woche“: Die ARD „Tagesschau“ und der Horst, der zum Klaus wurde; Körbers Filmschule: „Gattaca“ sowie die Nachnominierung und die mit Spannung erwartete Ziehung des neuen Films. Außerdem findet eine neue Rubrik Platz in der Medien-KuH: Der ganz persönliche „KuH-Tipp“ an Fernsehschaffende, Sender und Entscheider.

Links zur Folge:
– Das US-Original zu „Raumschiff Cubus“: „Solitary“ bei Fox Reality
– Hier macht die ARD Horst Köhler zum Klaus
– EM 2008: Die falsche Deutschland-Flagge in den „Tagesthemen“
– Hape Kerkeling im Interview: Steh- oder Sitzpinkler?

Quellen Audioausschnitte: YouTube/RTL/Grundy/Constantin Film/Universal

Folge 6: Fernsehherbst mit Stromberg und Co., Homer Simpson fürs Navi, Digitale Filmtechnik bei „Public Enemies“

Nach unserer kurzen Sommerpause berichtet Herr Körber kurz von seinen medialen Urlaubserlebnissen. Dabei musste er feststellen, dass der sogenannte Dudelfunk deutschlandweit verbreitet ist. Zudem wirft die Medien-KuH einen Blick auf das Spätsommer-/Herbstprogramm der ProSiebenSat.1-Gruppe, genauer gesagt von Sat.1, ProSieben und kabel eins. Dort gibt es neben einem neuen Design auch Nachrichten zur neuen Staffel des Büro-Schrecks Bernd Stromberg.
Vergangene Woche verstarb eine Fernsehgröße der Achtziger und Neunziger Jahre im Alter von 58 Jahren: Ilona Christen. Wir widmen der gebürtigen Saarbrückerin einen Nachruf.

Weitere Themen: Titelschmutz; Herr Körber trifft die KuH; „Public Enemies“ und die digitale Filmtechnik; Körbers Filmnachhilfe: „Ghostbusters“ sowie die Ziehung des neuen Streifens und: Filme und ihre Fortsetzungen.

Link zur Folge:
– Trailer zu „Public Enemies“