Nachdem Körber und Hammes bereits “Die Passion” live kommentiert haben, folgt hier die absolut endgültige Abrechnung mit der RTL-Sause. Es wird Zeit, endlich jemanden zu Wort kommen zu lassen, der sich wirklich mit der Materie auskennt und “Die Passion” fachlich einsortieren kann.

In unserer Spezial-Folge begrüßen wir Felix Fleckenstein von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg in einem kurzen Interview.

Alle Wortbeiträge dieser Folge sind eigene Meinungen – teils satirisch – oder Kommentare.
Foto: RTL

8 Kommentare zu Spezial: “Die Passion” aus theologischer Sicht

  1. Schlüsselwolf sagt:

    Hallo,

    als gläubiger Christ war besonders dies Folge sehr interessant für mich. Trotz meines Glaubens schrecke ich dennoch nicht, ähnlich wie Herr Hammes es beschreibt, vor guten Witzen zurück. So habe ich mit Freunden und Familie (auch Christen) die Passion gerade aufgrund des potenziellen Trash-Faktors angesehen. Um genau zu sein war ich gehyped seit dem Herr Körber vor zwei Jahren das erste Mal davon berichtete.

    Doch nun zu dem Hauptpunkt zudem ich aufklären möchte und vielleicht auch darauf aufmerksam machen möchte. Wie Herr Hammes richtig sagte sollten Witze ok sein (dem ich zustimme), gerade wenn es sich um eine wenig verfolgte Religion handelt.

    Aus der Sicht unserer “westlichen” Welt und Werte vollkommen nachvollziehbar:
    Dennoch ist es so, dass das Christentum, die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt ist. Hier geht es um mehr als 340 Millionen (Zahl vom letzten Jahr) Menschen die mit Repressalien, Vertreibung, Gefängnis, Vergewaltigung, Folter, (Lynch-)Morden und vielem mehr zu rechnen haben (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-01/weltverfolgungsindex-christen-religionsfreiheit-glaube#:~:text=Weltweit%20sind%20demnach%20mehr%20als,Recht%20auf%20freie%20Religionsaus%C3%BCbung%20verweigert.).
    Lange Zeit Spitzenreiter (seit 2002) war hierbei Nordkorea mit seiner rigorosen Verfolgung von Christen und deren Internierung in Arbeitslager (klingt leider zu vertraut und tritt auch beim Umgang mit anderen Religionen viel zu oft auf). Inzwischen wurde Nordkorea jedoch nach den “nicht mehr so jüngsten Vorkommnissen”, von Afghanistan auf Platz 2 verdrängt (https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/weltverfolgungsindex-karte#rangfolge).

    Da wir nun mal den Luxus genießen uns in Freiheit persönlich sowie auch religiös zu entfalten bleibt diese Seite oft unbekannt. Hier soll auch kein Vorwurf gemacht sondern möglicherweise ein Bewusstsein über die Verfolgung von Christen geschaffen werden.
    Denn genauso wie die Verfolgung aller anderern Religionen ist auch sie ein großes Problem für die Werte-Vorstellung einer freien Welt mit freien Menschen.

    Vielen Dank für diese Folge und viele Grüße aus der Nürnberger-Würstchen-Stadt
    David

    1. medienkuh sagt:

      Lieber David,
      danke für den Kommentar! Als ich das mit der Verfolgung erwähnt habe, hatte ich auch schon so ein dunkles Gefühl, dass ich das nicht richtig in Erinnerung hatte, weshalb ich es noch mal auf unsere westeuropäischen Länder spezifiziert habe. Das entschuldigt es nicht und macht Deinen Kommentar umso wichtiger.

      Liebe Grüße
      Dominik

  2. Trenchcoat sagt:

    Kann man das dreiseitige Dokument denn irgendwo lesen?

    1. medienkuh sagt:

      Ahoi,

      letztlich sind im Spezial alle Punkte des Dokuments genannt.

  3. Kurt C. Hose sagt:

    Sehr großartige Spezialfolge.

    Genau das mag ich an der Medien-KuH. Erst lange auf ein Trash-Event hinfiebern, es dann zelebrieren und am Ende trotzdem auch noch Mal ernsthaft drauf blicken.

    Danke.

  4. sternburg sagt:

    Für mich als Atheist ein wahnsinnig spannendes Gespräch. In Bezug auf DIE PASSION, aber nochmal mehr in Bezug auf, naja, die Passion. Ich will da gar nicht so sehr ins Detail gehen. Ich fand alles daran spannend. Aber ich muss schon kurz erwähnen, wie sehr mich insbesondere Felix’ kurze Interpretation und literaturkritisch-historische Einordnung des biblichen Barnabas-Subplots vom Hocker gehauen hat.

    Und ich bemerke da auch an mir selber als jemand, der die Bibel schon mal gelesen hat und sich was drauf einbildet, so eine gewisse unangenehme Arroganz gegenüber Leuten, die sich innerhalb der theologischen Wissenschaft damit beschaftigen. Vielleicht sollte man diesen Leuten doch besser auch mal zuhören. Da scheint mir für Typen wie mich ein Schatz an möglichen unerwarteten Erkenntnissen aufs heben zu warten.

    Ich ganz persönlich hätte trotzdem an irgendeiner Stelle gerne den Nebensatz gehört “(…), falls das jemals überhaupt passiert ist und nicht bloß erzählt wurde”. Weil mir schon irgendwie wichtig ist, dass dies halt einerseits definitiv nicht klar ist, andererseits bei ernsthafter Betrachtung mit dieser Geschichte aber auch gar nicht so wichtig ist. Aber gut, Details. Und es geht ja auch nicht um mich, ein Glück.

    .Eines ist mir aber schon noch wichtig zu sagen: Ich finde, Dominik, dass Du da Dein eigenes Licht gehörig unter den Scheffel stellst. Das war ein interessantes Gespräch und dazu gehören zwei. End of story aus meiner Sicht.

  5. Felix Fleckenstein sagt:

    Für alle Interessierten gibt es hier nun noch einmal eine komprimierte inhaltliche Kritik von mir zur “Passion” in schriftlicher Form:
    https://y-nachten.de/2022/05/die-passion-ohne-passion/

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