Die Medienbranche ist weiter im Umbruch: RTL hat einen erneuten Stellenabbau bis Ende 2027 angekündigt, bei dem 500 Stellen betroffen sein werden. Körber und Hammes sprechen über diese bittere Nachricht. Immerhin einer darf bei RTL wieder an Bord: Christian Rach kehrt überraschend als „Restauranttester“ zurück – Holy Bolo! Und dann wechseln die Geissens ihre Senderheimat und wechseln 2027 von RTLzwei zu ProSiebenSat.1. Das und vieles mehr in dieser Woche auf der niemals abgegrasten Medienweide.
Warm-up zu Folge 538 auf patreon.com/medienkuh/posts/warm-up-zu-folge-169815419
FERNSEHEN
00:02:19 | Wow: RTL streicht 500 weitere Stellen
00:09:10 | Comeback von Rach als „Restauranttester“
00:19:41 | Senderwechsel: Die Geissens ziehen zu ProSiebenSat.1 um
00:25:12 | Coco gesucht: Bald ermittelt der „Club der Reality Detektive“
00:29:44 | Erste Castingband: Dokuserie über die No Angels
00:32:54 | ZDF sagt Silvester ab
00:38:32 | „Das Strafgericht“: RTLs KI-Experiment ohne Kennzeichnung?
00:47:10 | Disney+ mit verwirrender AGB in Sachen Werbung
00:47:51 | Emmy-Verleihung 2026 – Teil 1
WEIDENGEFLÜSTER
00:49:42 | Viehdback zu Folge 537
01:04:57 | Danke für Euren Support und Hinweis Affiliate
FILM
01:10:02 | Emmy-Verleihung 2026 – Teil 2
01:16:04 | Kino-Charts & -Starts
01:22:09 | Heimkino
01:23:44 | „Star Wars”-News der Woche
QUOTENTIPP
01:25:48 | Letztes Mal: „The Masked Singer“ (Mittwoch, 16. September 2026, 20:15 Uhr, ProSieben)
01:29:21 | Dieses Mal: „Barbara Salesch – Freier Fall in den Tod“ (Mittwoch, 23. September 2026, 20:15 Uhr, RTL)
Alle Wortbeiträge dieser Folge sind eigene Meinungen – teils satirisch – oder Kommentare.
Foto: RTL/Fine Lohmann
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Ein fröhliches Hallo auf die Weide.
Schön, dass Sie das Thema Dialekte im Fernsehen einmal ansprechen. Ich selber habe es bei Herrn Rach nie herausgehört, was sicherlich aber auch daran liegen mag, dass für mich, als jemand, der gebürtig aus dem Bremer Umland kommt, das Saarländische nur so fremd wie irgendetwas sein kann und ich mit dieser Sprechfarbe einfach nicht vertraut bin. Allerdings erkenne ich eigentlich recht zuverlässig Menschen, die aus dem Weser-Ems-Raum stammen. Also muss da schon irgendetwas dran sein…
Generell finde ich es aber wunderbar, wenn es mehr Dialekte im Fernsehen auch jenseits der dritten Programme gäbe. Warum soll man denn nicht auch hören, wenn jemand aus dem Saarland, aus Hessen, aus Bayern, aus Brandenburg oder sonst wo herkommt? Leider kommen Dialekte aktuell entweder nur in den regionalen Medien oder überregional nur dann vor, wenn es beispielsweise im Tatort einen lustigen Sidekick geben muss, der/ die dann den Lokaldialekt spricht. Schade.
Hallo ihr beiden,
nachdem ich ja schon beim ersten Mal das Heidifest nicht gut fand… habe ich den Fehler gemacht, wieder reinzuschauen. Denn diesmal bei RTL wird man bestimmt was anders machen. Leider war dem nicht so. Im Grunde hat man nicht wirklich was am Konzept geändert. Heidi moderiert, bekommt aber diesmal einige Dragqueens zur Seite gestellt, die auch moderieren. Das Problem: Scheinbar weiß keiner nach dem Ende eines Acts, dass man drauf ist, und man sieht sekundenlang wartende Moderatoren, die auf ein Zeichen warten. Dasselbe Gefühl hat man bei einigen Acts, die erst mal schnell auf die Bühne huschen, als seien sie überrascht, dass sie dran sind. Dann lässt man einen Großteil auch noch Playback auftreten und versucht das extrem Nicht-Lippensynchrone mit so wenig Nahaufnahmen wie möglich zu kaschieren. Über einen DJ-Auftritt ohne angeschlossenes DJ-Pult und übersteuernde Mikros reden wir mal nicht. Die Gesamtreichweite war nicht wirklich höher als beim ersten Mal, dafür die Quote in der werberelevanten Zielgruppe. Ich schätze also, wir werden ein drittes Heidifest sehen.
Viel interessanter ist dann doch aber noch etwas anderes. Während man im letzten Jahr immer wieder das ProSieben-Logo in der Kulisse sah, war das mit dem RTL-Logo außer im Opener nicht der Fall. Auch erwähnte Heidi in keiner Moderation den Sender, nicht einmal bei der Danksagung – dafür wurden die Freunde von ProSieben gegrüßt. Olivia Jones hat immer mal wieder RTL genannt, als sie dran war. Wahrscheinlich gab es keinen wirklichen Grund, weshalb das so gemacht wurde… interessant fand ich es trotzdem.
Liebe Grüße
Moin auf die Weide
Mal ganz „frisch“ meine Meinung zu Jan Böhmermann und der Einstellung des ZDF Magazin Royals.
Es ist okay und vermutlich auch der richtige Zeitpunkt.
Denn obwohl immer wieder wichtige Themen angesprochen wurden (FUCK AFD), Finger in die Wunden gelegt und auf Missstände aufmerksam gemacht wurden, so habe ich dies im laufe der Zeit immer weniger verfolgt. Nicht weil es schlecht war, sondern weil die politische Lage in der Welt (unter anderem fucking Orange Guy) sich so stark in einer schnelldrehenen Abwärtsspirale befindet.
Da ist mir meine Mental Health aktuell doch wichtiger.
Ähnlich erging es mir auch schon mit der heute-show die ich vor vielen vielen Jahren noch regelmäßig konsumierte oder auch mit John Olivers „Last Week Tonight“. Immer starke Themen, Eins A präsentiert, aber traurigerweise manches (vieles) zu oft immer wieder vorkam und man das Gefühl hatte, es ändert sich ja doch nichts.
Wenn ich dann schaue, dann nur noch punktuell oder mit leichteren Inhalten.
Möchte aber betonen das solche Formate wie das ZDF Magazin Royale oder auch Last Week Tonight, wichtige Instanzen in der Medienlandschaft sind, die noch mehr Aufmerksamkeit brauchen oder auch für Menschen die vielleicht ihren moralischen Kompaß noch justieren wollen/müssen.
Und Böhmi ist ja nicht weg. Es wird ja was neues beim ZDF folgen und ansonsten bleibt einem noch „Fest&Flauschig“ (ein junger aufstrebener Podcast, der es noch weit bringen wird. Jetzt auch mit Video).
Und noch kurz zu den Emmys bzw Stephen Colbert (den ich wirklich sehr vermisse). Er sah sehr erholt aus und erwähnte auch in diversen Interviews, wie sehr er es genießt, nicht mehr täglich in die Zeitung zu schauen. Glaube das ist auch mehr oder weniger das Ziel von Jan Böhmermann.
Zum Abschluss noch zwei kleine Empfehlungen: Der bereits erwähnte Stephen Colbert war einen Tag nach den Emmys zu Gast bei Jimmy Kimmel und es hat einfach Spaß gemacht, die beiden gute 20min quatschen zu sehen.
Und für Anime Fans: „Die Königin der 1000 Jahre“ lief 1991/92 bei Tele5 (BimBamBino), danach aber nie wieder im deutschen TV und habe sie nun bei Prime wiederentdeckt.
Das wars von mir,
Liebe Grüße
Dirk
Ei Gude ihr zwei Saarländischen Milchviecher,
also ich hab zwei Sachen, die ich ansprechen möchte.
Zum einen habe ich tatsächlich zwei der Richter-Ki Folgen gesehen. Meine Frau schaut den Kram tatsächlich recht gerne und während ich an meinem Laptop rumschraubte, sagte sie plötzlich „Die Frau sieht aber aus wie aus der KI“. Dann ratterte es in meinem Hirn und ich erkannte, jap, hier sindse also, die KI Folgen.
Was Herr Körber hier sagte, fiel mir dabei ebenfalls auf. Kein Hinweis auf KI. Und man hat es zwar gesehen – vor allem gab es immer wieder Fragmentierung am Rand der Personen – aber für Omma Ilse war das wahrscheinlich nicht der Fall.
Ich fand es interessant, ja, aber unnötig und hoffe, dass es sich nicht durchsetzt. Einen Mehrwert konnte ich jetzt nicht erkennen. Außer das eine der Angeklagten KI-Figuren aussah, als hätte man der KI den Auftrag gegeben „Mach, dass sie aussieht, als würde ein Alien sich als Mensch verkleiden. Aber schlecht.“
Und dann is der Rach wieder da. Ich nehm erstemal ein Bier! Warum auch nicht, kann man machen, muss aber wie sie schon sagten, entschleunigt daher kommen. Ihr hattet aber eine Sendung vergessen bzw. nicht erwähnt. Der Rach hat doch mal eine Restaurantschule mit „sozialen Brennpunkt“-Mitgliedern gemacht. Da das ja auch RTL war erwartete ich den üblichen Vorführ-Krawall. Aber das war es nicht und ich denke, dass lag an Rach. Der ist allgemein verfechter sozialer Gerechtigkeit, was bei Leuten mit viel Geld ja selten der Fall ist. Dafür muss man ihn einfach mögen.
Huhu, kurzer Einklinker, weil eine Erinnerung hochkam. Als Sie bezüglich der Silvester-Nacht über eine Einsatzbegleitung gesprochen hatten, habe ich mich daran erinnert, dass Kabel 1 vor einigen Jahren mal einen Polizeieinsatz live begleitet hat. Die gesamte Sendung ist übrigens hier verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=f80mPB_qeug
Klar ist es was anderes, da es eine Routinesituation in einem abgesteckten Rahmen war. Dennoch fand ich es damals spannend. So in etwa wie die Live-Öffnung einer Grabkammer bei DMAX, für die ich extra aufgestanden bin. Ich glaube, damals wurde von Ihnen der Ausspruch „Ägyptn Sinn“ ins Leben gerufen.
Halli Hallo auf die Weide,
als langjähriger Hörer nutze ich nun zum zweiten Mal meine Chance einen relevanten Kommentar zu verfassen.
Ich war krank am Wochenende, die perfekte Chance bei zwei der von Herr Hammes erwähnten Emmy-Serien reinzuschauen.
Zuerst habe ich mir zwei Folgen von Widow’s Bay angeschaut. Die Beschreibungen, die ich im Vorhinein gehört habe, haben mich eine sehr Gag-reiche Serie mit ein paar Horror-Elementen erwarten lassen. Vorgefunden habe ich aber eine sehr interessante Mystery, mit bisher einer richtig gruseligen Szene und ich freue mich weiter zu schauen, besonders freue ich mich auf die weitere Entwicklung von Stephen Roots Rolle, der ein früherer Bürgermeister zu sein scheint. Stephen Root hat mir schon in Barry sehr gut gefallen und war dort extrem lustig.
Außerdem habe ich die erste Staffel Slow Horses gebinged. Herr Hammes hat dieses Serie ja nun schon öfter empfohlen, aber irgendwie bin ich bisher aufgrund des Namens davon ausgegangen, dass der Inhalt von Sportwetten und Pferderennen handeln muss, worauf ich einfach keine Lust habe. Ich muss sagen, diese Serie ist verdammt gut gemacht, die Charaktere sind genauso spannend wie der Plot, es gibt eine gesunde Portion Humor und das Pacing ist wirklich ausgezeichnet! Ich freue mich, dass es noch 5 weitere Staffeln gibt, die ich aufholen kann.
Apropos Aufholen, nach einem Kommentar von vor ein paar Wochen in dem die kanadische Hockey-Serie „Shoresy“ empfohlen wurde, habe ich mittlerweile vier Staffeln schauen können und kann diese Serie auch wirklich jedem ans Herz legen, der oder die Freude an extrem gut geschriebenen Comedy-Dialogen hat. Der Vergleich, den der / die Kommentarschreiber/-in gemacht hat zu Ted Lasso kann ich zum Teil unterschreiben, das Team-Gefühl der Protagonist*innen wächst über die Staffeln, wobei Shoresy schneller erzählt und wesentlich vulgärer (nicht wertend gemeint) ist.
Ich gehe morgen Abend den neuen Resident Evil Film schauen, ich werde, wenn ich es nicht vergesse, dazu einen eigenen Kommentar schreiben. Ich habe aber hohe Hoffnungen, da der Film vom Regisseur von Weapons gemacht wurde und der Trailer größtenteils frei von den klassischen Action-Helden-Protagonisten der Spiele ist und somit mehr atmosphärisch zu sein scheint.
Entschuldigung für diesen sehr ausführlichen Kommentar und viele Grüße aus der Student*innen-Stadt mit dem Klo für Elefanten.
(Hier nochmal unter der richtigen Folge, irgendwie ist der unter der falschen gelandet):
Wie versprochen hier nun meine Review zum neuen Resident Evil Film:
Erstmal kleiner Service-Hinweis: Zumindest mein örtliches Kino führt das Kino-Fest (Also 5€ alle Filme, alle Sitze) für den gesamten September an Dienstagen fort, weswegen die Vorstellung auch sehr voll war.
Der Film hat mich überrascht. Nach dem Trailer und auch durch die vorherigen Werke von Zach Cregger, hatte ich einen sehr düsteren, erdrückenden Survival-Horror-Film erwartet, was der Film in großen Teilen auch ist, aber es gibt auch eine wirklich unerwartet große Portion Humor, die meiner Meinung nach auch echt gut funktioniert. Cregger hat wohl in Interviews gesagt, dass aus der ursprünglichen Version schon einige Witze herausgeschnitten wurden, ich hoffe, dass wir eine Art Director’s Cut auf der Blu-Ray bekommen.
Mit dem Resident-Evil-Universum hat der Film relativ wenig zu tun, zwar spielt der Film in der Umgebung von Racoon-City, wo im zweiten Teil ein großer Ausbruch des Zombie-Viruses stattfindet, dennoch sehen wir aber keine Protagonisten, die aus dem Videospiel bekannt wären. Stattdessen fühlt sich der Film selbst, aber wie ein Videospiel an, unser Protagonist findet Waffen und Munition, muss Schlüssel-Rätsel lösen und es gibt einige gut gelungene Szenen, wo wir die POV des Helden übernehmen.
Für meinen Geschmack etwas zu wenig Zombies, dafür viele eklige Mutationen und eigens für den Film geschaffene Monster.
Würde ich Fans der Reihe, des Genres oder auch jedem Interessiertem empfehlen.
Hallolo
als erstes Grüße zurück an Master Otenko, der beim letzten Mal mein „Diecast Projekt“ erwähnt hatte, dabei geht es um meine Sammelleidenschaft was Modellautos (oder engl. Diecast oder Die-cast) angeht, hauptsächlich HotWheels weil die gerade in Deutschland recht einfach und günstig zu haben sind. So landet gerne mal beim alltäglichen Besuch um Supermarkt das ein oder andere Schätzchen im Einkaufswagen, worüber ich gerne bei Instagram oder Mastodon schreibe.
Im Bezug auf die Emmys in die es in der letzten Folge ging: ich finde es schade Rhea Seehorn erst jetzt einen Emmy gewonnen hat bzw. dass Better Call Saul generell bei den Emmys (und teils auch den Golden Globes) mehrmals nominiert war, aber trotz 6 Staffeln komplett leer ausgegangen ist. Ich liebe Breaking Bad und habe damals aus einer etwas längeren Besprechung der ersten zwei Folgen von BCS sogar direkt einen ganzen Review Podcast gemacht, weil ich es von Folge 1 an spannend fand die Geschichte hinter dem Anwalt zu verfolgen. Viele hat es auf Grund der Erzählweise sicher nicht gefallen, das Wort „Slowburn“ kommt da oft zur Sprache, aber rückblickend passiert schon in der ersten Staffel so viel und allein durch Breaking Bad war schon von Anfang an ein ganz anderer Spannungsbogen vorhanden als bei: PLURIBUS. Diese Serie hat das Wort „Slowburn“ neu definiert. Die ersten zwei Folgen fand ich noch ganz interessant, aber aus dem Plot an sich wird anschließend m.M.n soooo wenig gemacht. Dieses sehr sehr sehr langsame Erzähltempo und die Serie selbst hatten im weiteren nichts für mich zu bieten das in mir ein Gefühl von „ich will wissen wie es weitergeht“ hätte auslösen können. Möglicherweise wird die zweite Staffel besser, aber ich weiß nicht ob ich nochmal Zeit und Geduld in 10 Folgen des selben Erzähltempos investieren möchte. Was ich schade finde, weil Vince Gilligan auf Produktionsebene erneut super abliefert. Unter anderem wurde die Siedlung aus der Serie extra dort gebaut und der Bürgermeister den man sieht ist auch der echte Bürgermeister von Albuquerque. Freunde von mir (die auch BB & BCS Fans sind) finden die Serie super, mir dagegen fällt es wirklich schwer das nachzuvollziehen. Vielleicht liegt es auch daran dass ich Carols Sichtweise nicht teile und dadurch eine gewisse Antipathie entsteht, zudem ist die deutsche Synchronstimme erneut eine andere als in BCS (da bekam sie in der letzten Staffel eine neue Sprecherin, da die vorherige leider verstorben ist).
Ich war in Coyote Vs Acme und kann ihn nur empfehlen. Er ist voller Referenzen auf die alten Cartoons und an ein paar Stellen hätte ich fast eine Träne verdrückt. Jeder Film mit einem Cartoon Peter Lorre kann nur gut sein. Er stellt auch die wichtige Frage: Was wäre wenn Sisyphus dein Freund ist?