Folge 363: Spucken im „Sommerhaus“, Maskierter im „heute-journal“ und Böhmis „FAS“-Brief

Gemeinsam blicken die Rinderhälften Körber und Hammes auf alles zurück, was den Medien-Sommer 2020 und die aktuelle Woche bestimmt hat: Spucken im “Sommerhaus der Stars”, Hansch im Glück und die Arbeit hinter den Kulissen bei “Promi Big Brother”, ekelhafte BILD- und RTL-Berichterstattung, Böhmermanns offener Brief an die “FAS” und das neue “ZDF Magazin Royale”, Aufregung um die Comedypreis-Rubriken und fragwürdige Kunst im “heute-journal”.

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Hefte raus, Klassenarbeit! Die Sommerferien sind nun endgültig vorbei. Zeit also, in der ersten Stunde des Fachs Medienkompetenz all das aufzuarbeiten, was seit Anfang August liegengeblieben ist. Ein wilder Ritt auf dem Rind durch die Medienlandschaft des Sommers 2020, denn das Gerücht in der Podcast-Szene hielt sich hartnäckig: wird die “MedienKuH” überhaupt wieder aus ihrer Pause zurückkehren? Wird den Medien-Podcast das gleiche Schicksal ereilen, wie vielen Fernsehsendungen, die nie wieder aus der sogenannten “Sommerpause” auf die Bildschirme zurückkehren? Falsch gedacht! Denn die Herren Körber und Hammes sitzen wieder vorm Mikrofon und feiern gemeinsam mit euch das große Wiederkäuen.

Doch was ist passiert in der Medienwelt? Wie haben die beliebtesten Podcaster Deutschlands ihren Sommer verbracht? Und die wichtigste Frage: Wie haben Körber und Hammes ihren Sommer verbracht?

KuH-Tipp aus der Folge: Harald Schmidt und Pierre M. Krause schenken Likörchen aus.

Alle Wortbeiträge dieser Folge sind eigene Meinungen – teils satirisch – oder Kommentare.
Foto: Screenshot RTL/TVNOW

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10 Kommentare zu Folge 363: Spucken im „Sommerhaus“, Maskierter im „heute-journal“ und Böhmis „FAS“-Brief

  1. Thomas sagt:

    Hallo werte Mikrophonmänner,
    ich hatte das Glück und habe das Böhmermann-FAS-Thema im Podcast Wochendämmerung schon besprochen gehört. Hier dazu die Theorie, die dort berichtet wurde.
    Hier noch mal der Böhmermann-Thread mit dem Interview: https://threadreaderapp.com/thread/1304172446535372804.html
    Dort tauchen immer wieder Formulierungen auf wie: ” Ich bin mir sicher: Hegel hätte Twitter geliebt.” oder “Ich halte es da mit Hegel: Ich habe alle Sachen herausgekürzt, die Werbung oder Promotion waren und alles, was reiner, zielloser Witz ist.”

    Kaube, einer der Herausgeber der FAS hat gerade ein Buch über den deutschen Philosophen Hegel veröffentlicht.

    Und nun hatte der folgende Entscheidung zu treffen: Er lässt das Interview drin, in dem Böhmi sich über Hegel – und dadurch indirekt über ihn? – lustig macht. Oder er streicht das Interview und kassiert den Shitstorm. Kaube konnte also nur verlieren und Böhmermann nur gewinnen.
    Die Quelle dieser Theorie müsste dieser Theas bei Twitter sein: https://twitter.com/SDullien/status/1304382392338190336

  2. MacSnider sagt:

    Hallo liebe Mikrofon Männer, danke für die frische Milch, ihr habt mir gefehlt 🥰
    Zum alten Switch noch ein Funfact: ich hab mal beim Arzt in irgend einer Zeitschrift™ ein Interview mit Klaus Kleber gelesen, darin wurde er gefragt ob er die Parodie von ihm und seiner Kollegin Gundula Gausel bei Switch kennt. Er bejahte die Frage, fand es sogar sehr gut und meinte dass Namen wie Gundula Gausel und Klaus Kleber natürlich wie ausgedacht klingen und wie gemacht für eine Parodie Sendung seien.

    Liebe Grüße von dem der gestern mit dem Haustechniker essen war.

  3. Dr. Ferdinand von Lollipop sagt:

    Mund-Nase-Schutz vs. Mund-Nasen-Schutz

    Ich vermute, dass das „n“, welches an das Wort „Nase“ angehangen wird die Funktion eines Fugenlautes hat. Damit klingt das zusammengesetzte Wort für deutsche Ohren angenehmer bzw. lässt sich leichter aussprechen. Es ist quasi Zufall, dass das „n“ auch zur Bildung der Mehrzahl von Nase verwendet wird. Schreibt man es etwas anders, Mund- und Nasenschutz, wird dies deutlicher. Schriftbild (mit Bindestrichen) und Aussprache divergieren hier ungewohnt voneinander und bringen dadurch die Unklarheit hervor. Bei „Münder-Nasen-Schutz“ könnte man allerdings auf die Mehrzahl von Körperteilen schließen.

    1. Escapado sagt:

      Moin,

      Grüße von dem der sich aus lauter Verzweiflung die Zappings von sowohl dem “Promi Boxen”, der letzten Folge “Schlag den Raab” , der letzten Folge “Wetten dass…?” und auch “Alle auf den kleinen” angehört hat.
      Ich hatte übrigens das Gefühl das Herr Hammes bei der letzten “Wetten dass…?” Folge mehr gelitten hat als bei dem Promi Boxen.

      Ansonsten wieder einmal eine tolle Folge liebe Grüße aus der Stadt die für Marzipan bekannt ist (ernsthaft das ist das einzige wofür Lübeck bekannt ist)

  4. sternburg sagt:

    – Es heißt auch gar nicht “Mund-Nasen-Schutz” sondern “Mund-Nasen-Bedeckung” und das “n” ist kein Fugenlaut sondern ein Genitiv. Es heißt schließlich auch nicht “demnächst” sondern “Das Nest”, so einfach ist das.

    – Zur Neuauflage von “Switch” stellt sich mir in vollem Wohlwollen und hämefrei die Frage, wie das heutzutage noch funktionieren soll: Welche – nicht längst durchverarschte – Formate in Stream, Funk und Fernsehen sind denn überhaupt noch ausreichend vielen Menschen bekannt? Und dann noch einem Publikum auf Amazon? Wenn da aktuelle Formate auf Datzen, Netflix, Sat1 oder Vox verhonepiepelt werden, wie viele der Zuschauer kennen die denn?

    Oder mal umgekehrt betrachtet: Das legendäre “Hoecker, sie sind raus.” Wie viele “Switch”-Zuschauer haben damals wirklich regelmäßig die Sendung geschaut, die damit persifliert wurde? Trotzdem kannte man sie halt und wusste, worauf das wie anspielt. Ich fürchte, diesen allgemeinen Erfahrungs-Kosmos, in dem so eine Sendung rumrühren kann, den gibt es heute überhaupt nicht mehr.

    So wie es die großartige Umschalt-Metapher heute so nicht mehr gibt. Herr Hammes hat mit allem Recht, was er dazu sagt, wie gut das für so eine Sendung funktioniert hat. Aber wer “switcht” denn heutzutage noch derart herum? So eine Metapher muss ja auch einen Anker in der realen Welt haben.

    So ernsthaft leid mir das tut (und ich lasse mich gerne widerlegen): Ich fürchte sehr, der Zug für “Switch” ist lange abgefahren.

    – Ganz große Liebe für die extra Verlinkung von Piere M. Krause und Harald Schmidt. An sich banales, bei zu viel Ernsthaftigkeit sogar in Teilen unangenehmes, aber mit Spaß an der Sache betrachtet einfach… Moment. Man muss da auch mal die Adjektive zurück fahren. Richtig ist… einfach gutes Fernsehen. Ich hatte Spaß. Kann man haben, muss man nicht haben.

  5. Glenn sagt:

    Moinsen,

    eine interessante Diskussion zum Thema Trash-TV habt ihr geführt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie euphorisch Herr Körber vor einem halben Jahr “Promis unter Palmen” als Trash-TV-Highlight des Jahres angepriesen hat. Damals hatte er die nun geäußerten moralischen Bedenken noch nicht – obwohl sich Désirée Nick, Bastian Yotta und Co. auch schon wie der letzte Dreck benommen haben. Das Abfeiern von asozialem Verhalten in Trash-TV-Formaten bei Twitter ist für mich ohnehin nicht nachvollziehbar. Ich finde es dann auch heuchlerisch, wenn die gleichen Menschen oft den moralischen Zeigefinger erheben, wenn es beispielsweise um politisch unkorrekte Gags geht,

    In puncto Big Brother teile ich als Fan der ersten Stunde Herrn Körbers Meinung. Beim Großen Bruder ging es schon immer um mehr als nur das Amüsieren über Streits oder dümmliche Bewohner. Es gab schon in vielen Staffeln diese “Heldenreisen”, wie es in diesem Jahr bei Werner Hansch der Fall war. Charaktere, die die Zuschauer ehrlich begeistern, emotional berühren – Menschen, die man einfach gerne sieht und denen man nur das Beste wünscht. Davon gab es auch im Normalo-Big-Brother schon ganz viele. Wenn diese dann auch noch mit dem Sieg belohnt werden, sind das magische Momente, Davon sind die ganzen Trittbrettfahrer-Trash-Formate weit entfernt. Das hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen, dass die Zuschauer leider inzwischen daran gewöhnt wurden, Teilnehmer vorgesetzt zu bekommen, auf die sie herab- und nicht aufschauen können. Daran haben einzig und allein die Produktionsfirmen und Sender schuld, die beim Casting gezielt auf fragwürdige, aggressive und labile Charaktere zurückgreifen.

    Generell kennt die inflationäre Trash-TV-Welle momentan offenbar keine Grenzen – ich habe meine Gedanken dazu vor Kurzem ausführlich in diesem Artikel niedergeschrieben (sofern die Verlinkung gestattet ist): https://www.wunschliste.de/special/trash-tv-overkill-wie-viele-sommerhaus-klone-und-insel-kuppelshows-v-ertraegt-das-deutsche-fernsehen-noch

    Viele Grüße
    Glenn

    1. medienkuh sagt:

      Danke, Glenn. Auf den PuP-Punkt gehen wir in der nächsten Folge näher ein. Und Verlinkung: Klar ist das gestattet.
      Grüße!

  6. Julius sagt:

    Hallo Mikrofon-Männer,

    noch ein Hinweis, der in Hinblick auf Live-Zappings bzw. Audiokommentare interessant für euch sein könnte: Vor kurzem hat Twitch das Feature “Watch Party” in Deutschland gestartet. Mithilfe dieses Features ist es möglich alle Inhalte von Prime Video (natürlich nur für Prime-Mitglieder) bei Twitch zu zeigen und diese zu kommentieren. Das wäre doch eine super Möglichkeit um bspw. einen Audiokommentar für “Binge Reloaded” aufzunehmen.

    Viele Grüße
    Julius

  7. Larsen sagt:

    Hallihallo liebe Herren K. u. H.
    Ich habe gerade erst die aktuelle Folge gehört. Ich bin seit wahrscheinlich so ca. Folge 120 dabei und spare mir jetzt mal die ganze Lobhudelei.

    Meiner Meinung nach spielt die Fakten Fakten Fakten Sache von Switch auf eine alte Fokus Fernsehwerbung an, in der der damalige Chefredakteuer Helmut Markworth eben “Fakten! Fakten! Fakten!” gesagt hat. Ich habe 5 Minuten darauf verschwendet den Spot bei Youtube zu finden, musste dann aber enttäuscht aufgeben. Vielleicht dämmert es ja noch dem ein oder anderen, der sich dann auch erinnert und mir beipflichten möchte.

    Liebe Grüße

  8. Larsen sagt:

    Gefunden!

    https://www.youtube.com/watch?v=xOm4MKGskaU

    aber erst am Ende

    Liebe Grüße nochmal

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