Folge 22: Zukunft von „Genial daneben“, Weihnachten im Fernsehen, Springers Paid-Content-Offensive, Golden-Globe-Nomis

So kurz vor Weihnachten konnten sich auch die Medien-KüHe Körber und Hammes dem Zauber dieser Zeit voller Harmonie und Sinnlichkeit nicht entziehen, und haben ein ganz besonderes Vorweihnachtsgeschenk für die treue KuH-Hörer-Meute auf der Weide: Die bis dato längste Folge eures Medienpodcasts Nummer eins mit etwas mehr als 180 Minuten Spielzeit. Glühwein aufgesetzt, Kekse geholt und ran an die Themen der Ausgabe 22.

Nachdem die zwei Film- und Fernsehverrückten Fehler der letzten Ausgabe klargestellt haben, widmen sie sich einem beinahe schon traurigen Thema. Das Magazin Quotenmeter.de berichtete, dass die Sat.1-Sendung „Genial daneben“ möglicherweise vor dem Aus stünde. Heiße Luft und aufgeblasene Headline? Oder was ist dran, an diesen Informationen?
Das ohne Zweifel größte KuH-Thema in dieser Woche ist Weihnachten im Fernsehen. Zur Vorweihnachtszeit werden wir mit Spendensendungen überflutet und von allen Seiten zum Spenden aufgefordert, an Heiligabend und den Feiertagen zeigt sich auch die Glotze ausnahmsweise mal von seiner schöneren Programmseite. Dazu hat sich zum einen KuHlumnistin Frau Engels die beiden Spendengalas mit Kai Pflaume (Sat.1) und Thomas Gottschalk (ZDF) angesehen und Körber und Hammes kramten im Studio die Fernsehzeitschrift hervor um ultimative KuH-TV-Weihnachtstipps von sich zu geben.

Zum KuH der Woche von unseren Hörern erstaunlich oft gekürt: Die Paid-Content-Offensive des Axel-Springer-Verlags. Auf der Suche nach neuen Erlösquellen, wurden nicht nur die kosten- und abopflichtigen Apps von „Bild“ und „Welt“ gelauncht, sondern seit Mitte der Woche werden Nutzer der Springer-Angebote Abendblatt.de („Hamburger Abendblatt“) und Morgenpost.de („Berliner Morgenpost“) online für die regionale Berichterstattung im Netz zur Kasse gebeten. Versuche der Rechtfertigung des stellvertretenden Chefredakteurs Matthias Iken und die Sichtweise von Herrn Körber und Herrn Hammes hört ihr in der Folge.

Dem Segment Film wird sich – wie es sich für eine Rekord-KuH gehört – ebenfalls ausgiebig gewidmet. Neben den Top-Neustarts der Woche, „Avatar“ und „Wo die wilden Kerle wohnen“, werfen die zwei KüHe wie jede Woche einen Blick auf die Charts. Als speziellen KuH-Tipp bringt Herr Hammes heute „Hart auf Sendung“ aus seiner DVD-Sammlung mit. Vielleicht das noch fehlende Weihnachtsgeschenk? Und: die Golden-Globe-Nominierungen sind raus, Herrschaften! Wer die wichtigsten Nominierten sind…

Weitere Themen: Statue-Angriff auf Berlusconi; Knaller im Titelschmutz; Jede Menge fiese neue Radio-Claims; Quotentipp: „Schlag den Raab“

Richtigstellung: In dieser Folge wird u.a. über die neue ProSieben-Sendung „The Secret“ berichtet. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung lagen diesbezüglich Fehlinformationen zu den einzelnen Episoden dieses Formats vor. Diese entsprechen laut Angaben des Senders jedoch nicht der Richtigkeit, sondern gelangten durch einen Datenbankfehler in die Programmvorschau.

             
   

„In a world…" – Der Übertrailer

Das Schneiden eines Filmtrailers ist eine eigenständige Kunst. Das Ziel: Die Popcorn kauende Masse an Menschen die sich für einen anderen Film im Kino eingefunden haben bei den Synapsen zu packen und diese derart zu stimulieren, dass die Reaktion ein positiv gemeintes, geistiges „Wow!“ ist. Oder, weniger blumig: Tickets für einen Film zu verkaufen, ohne zu viel zu zeigen.

Dabei wird — insbesondere bei typischen Blockbuster-Kandidaten mit einem gewissen Anteil an Action — häufig auf dramatisch schnelle Schnitte von Special-Effect zu Special-Effect, von Verfolgungsjagd zu Faustkampf und einem treibenden Soundtrack gesetzt. Am Ende eines gelungenen Trailers dieser Machart strömt das Adrenalin durch die Adern des Publikums und der Blutdruck ist auch auf einem angenehm hohen Niveau.

Dass natürlich auch bei solchen Trailern bald eine gewisse Gewöhnung und Übersättigung erreicht wird (und diese somit ihr eigentliches Ziel bald verfehlen) interessiert scheinbar wenig. Auch stellt sich schnell Frustration ein, denn schließlich schaffen es nur wenige der teuren Leinwandspektakel dem selbst produzierten Hype gerecht zu werden. Manch einer mag sich dann denken „Hach, der Trailer war so toll, eigentlich die beste Fassung des Films.“

Genau da setzt nun dieses nette kleine Video an, der Youtube-User vadoskincheg hat aus 50 Filmtrailern einen bombastischen Übertrailer zusammen geschnitten und mit entsprechend epischer Musik unterlegt. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Viel Spaß:

Wow?

Damit Euer Start in die Woche noch epischeren Charakter erhält, hier noch das wohl beste Youtube-Video mit der US-Trailer Legende Don „The Voice“ Lafontaine:

Wir hoffen, dass Euch das genug Auftrieb  gegeben hat um hinaus in die kalte Winterlandschaft zu ziehen und Euch dem Alltag zu stellen.

KuH-Service: Das TV-Floskel-Nachschlagewerk

KuH-Service: Das TV-Floskel-Nachschlagewerk

Für wen sinnentleerte Phrasen in TV-Trailern oder Sendungen bisher immer ein Buch mit (mindestens) sieben Siegeln waren, dem kann nun geholfen werden. Einige dieser immer wieder abgenudelten Begriffe wurden von einem internen Mitarbeiter, der unerkannt bleiben möchte in einem Interview (Quelle: tvforen.de) auf humoreske Art umschrieben. Wobei wir dort, um ganz ehrlich zu sein, fast ausschließlich Wahrheiten erkennen können. Oder?

„Jetzt“ = Also nach 6 Minuten Werbung plus 2 Minuten Trailer plus einer Minute Programmhinweis.

„Gleich“ = Im Anschluß an die laufende Sendung, also in ca. 35 Minuten mit Minimum zwei Werbeblöcken.

„Demnächst“ = In ca. 8 – 10 Wochen, aber wir haben soviel dafür bezahlt, daß wir schon jetzt auf Zuschauerfang gehen müssen… Siehe aber:

„Demnächst: das TV-Total-Event“ = In einem dreiviertel Jahr, wir brauchen nur schon jetzt die Trailer, um was zum Senden für die tägliche „TV Total“-Sendung zu haben.

„Neuer Sendeplatz“ = Quoten-Flop, den wir ins Nachtprogramm verschieben. Stattdessen: „Best of TV Total“, „Best of Mittermaier“, „Die 10 größten…“, „Comendy A bis Z…“, usw…

„Wieder da!” = Alte Wiederholungen, die einen Quoten-Flop ersetzen müssen, auf dessen Absetzung wir Sie nicht hinweisen möchten & wovon wir nie mehr reden wollen…

„Weltpremiere!“ = Billige Eigenproduktion, aufgebaut auf Sex- oder Katastrophen-Klischees. Heute: „Flammeninferno im Mädchenpensionat!”

„Die neue Serie” = Kopiertes Erfolgsrezept einer Konkurrenz-Serie. Schauen Sie sich unsere Alternative an, solange es sie gibt, sie wird schließlich eh bald wieder abgesetzt…

„Der neue Vorabend auf ProSieben…” = Jetzt drei Simpsons-Folgen hintereinander! Uns fällt nach „Taff“ und „Prompt“ (Anm.: „Prompt“ war 2004/2005 ein Infomagazin mit Birte Karalus) kein neuer Name für eine weitere Infotainment-Sendung ein…

„Nur ein Spot“ = Nur eine Werbung, dann drei Trailer und ein Programmhinweise mit Werbung (der Hinweis steht ganz unten), danach ca. 2 Minuten Sendung bis zum vollen Werbeblock.

„Bleiben Sie dran, gleich kommt noch…“ = ..nach 6 Minuten Werbung und zwei Trailern eine halbe Minute Sendung, in der der Moderator Ihnen nur noch eine gute Nacht wünscht. Das sollten Sie nicht verpassen!

„Wir machen ein klein bißchen Werbung…“ = Moderator verabschiedet sich in die Werbung. Logischer wäre allerdings stattdessen eine Einleitung NACH der Werbung, a la „Wir machen ein klein bißchen Sendung…“ oder „Wir unterbrechen die Werbung für ein wenig Sendung.“

„Impro-Comedy“ = Billig produziertes Schlagwort für so ziemlich jedes Format, daß trotz Witz- und Talentfreiheit derzeit Quote bringt. Zur besten Impro-Comedy 2006 wurde übrigens Axel Schulz’ Comeback-Kampf gewählt!

„Infotainment“ = Sammelbegriff für Boulevard-Sendungen, die jeden Schnipsel Klatsch senden können, ohne auf Aktualität achten zu müssen. Eigentlich genau wie die Nachrichten…

„Promis“ = Senderinterne C-Prominente, deren neue Sendung, ..was für ein Zufall.., direkt im Anschluß anläuft.

„Hier noch mal die Gewinnspielfrage…“ = Bitte rufen Sie noch ein paarmal an, wir haben noch nicht ganz das 10-fache des Gewinnwertes durch Ihre 50 Cent pro Anruf verdient.

„Warum rufen Sie nicht an, die Frage ist doch ganz leicht?“ = Gilt eigentlich der Regie und soll heißen: „Warum stellt ihr denn keinen durch?“

„Hot Button“ = Hans-Jürgen Burgmann – oder wer sonst gerade Regie führt.

„Wir machen unser Programm nur für Sie“ = Gemeint ist die Wirtschaft!

„We love to entertain you“ = We love to advertise you

„Auf Wiedersehen & vielen Dank“ = So long, suckers!

Folge 21: Vox castet, ZDFneo bildet, ProSieben setzt auf Nonfi(c)ktionales und verärgert „Popstars“-Fans

Folge 21: Vox castet, ZDFneo bildet, ProSieben setzt auf Nonfi(c)ktionales und verärgert „Popstars“-Fans

Eines gleich vorweg: Filmfreunde werden in dieser Episode nur mit wenigen Themen versorgt. Da sich die KüHe aber stets nach der aktuellen Nachrichtenlage richten, dominiert in Folge 21 des Podcasts ganz klar der Fernsehteil. Zum einen machte der Privatsender Vox diese Woche auf sich aufmerksam, denn dieser wartet mit einem in Deutschland gänzlich neuen Format auf: einer neuen Casting-Show! „X-Factor“ wird die Geschichte heißen. Worin sie sich vom restlichen Castingbrei unterscheiden soll, erklären Körber und Hammes. Der erst kürzlich gestartete Digitalsender ZDFneo paart ab Januar Unterhaltung mit Aufklärung und schickt Promis als Lehrer an deutsche Schulen. Unter anderem mit dabei: Quasselstrippe Gülcan Kamps. Und ProSieben macht es sich ab 2010 zur Aufgabe, mit „50 pro Semester“ fünf Studenten zum Wettficken Wettbumsen Wettvögeln antreten zu lassen.

Anlass genug für die beiden Medienwächter beim Münchner Sender zu bleiben, denn mit der Verarsche am Zuschauer erster Klasse hat ProSieben am vergangenen Dienstag im großen Halbfinale der Dauerwerbe- und Call-In-Show „Popstars – Du und ich“ ganz ohne Zweifel den „KuH der Woche“ gelandet. Da waren sich auch unsere KuH-Hörer einig und nominierten dieses TV-Ereignis zu Recht.

Im Film-Bereich herrscht Freude, denn Schweigers „Zweiohrküken“ vertrieb „Twilight“ von Platz eins der Kinocharts. Außerdem wird in Körbers Filmschule der Nachfolger für „Tron“ ernannt.

Weitere Themen: Körbers erstes Mal „Bauer sucht Frau“; Das Vierte wird zum Sender ohne Programm; Gewinner der „Generation Fernseh-Kult“-CDs; Neues vom Titelschmutz und: Tipp den Jauch.

Links zur Sendung:
Auch „Meedia“ informiert über die neue Vox Casting-Show
KuH-Hörer „tvundso“ über „X-Factor“ in seinem Blog

Die Medien-KuH hat es ins Radio geschafft…

…also, zumindest fast. Via Twitter hat unser KuH-Hörer „worka“ vor wenigen Tagen nach Musikwünschen gefragt. Er selbst moderiert beim Hildesheimer Bürgerradio Tonkuhle (erst während dem Tippen dieser Zeilen fällt uns die KuH in TonKuHle auf!) und kam unserem Musikwunsch „An der Nordseeküste“ von Klaus und Klaus am nächsten Tag auch prompt nach. Moderativ hätten wir uns zwar etwas mehr Promotion erwartet, aber immerhin brachte er und sein Co-Moderator eine Kuh unter.

Körber und Hammes! Im Radio! Fast! Wir sind nah dran! Ein Anfang! Läuft! Hier der Mitschnitt aus der Sendung…

Folge 20: Senderwechsel, Reality-Dokus, Hitlers Hirn und 20 Jahre KuH

Folge 20: Senderwechsel, Reality-Dokus, Hitlers Hirn und 20 Jahre KuH

Wir feiern mit euch ein kleines Jubiläum: 20 Jahre Medien-KuH. Nun gut, 20 Folgen. Das bedeutet dennoch rund 40 Stunden geballten Nonsens Kompetenz rund um das Thema Medien. Verkehrte Welt: Zum Jubeltag beschenken wir euch! In der Sendung verlosen Körber und Hammes insgesamt 3 „Generation Fernseh-Kult Vol.4”-CDs, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von hi-hat Records. Ein Muss für die CD-Sammlung aller Fernseh- und Serienliebhaber. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst Ihr einfach der KuH bei Twitter folgen und diesen Tweet absetzen:

RT @medienkuh: Der Podcast Medien-KuH verlost »Generation Fernseh-Kult 4«-CDs und ich nehme am Spiel teil! http://tr.im/Gt1N

Doch die Herren Körber und Hammes feiern sich in Folge 20 nicht nur selbst, sondern haben auch Themen aufbereitet. Sie diskutieren unter anderem über die bis zum Zeitpunkt der Aufzeichnung noch unbestätigte Meldung, dass das Wissensmagazin „Welt der Wunder” von RTL II zu VOX wechselt. Gründe und subjektive Meinungen in der Sendung.
„Simpsons“-Fans aufgepasst: Der Pay-TV-Sender Sat.1 Comedy strahlt zum 20-jährigen Jubiläum (passend zur 20. KuH) die selten im Fernsehen gezeigten ersten Staffeln der gelben Familie aus Springfield aus. Und: In der Schweiz wird vor Familie Simpson nun sogar gewarnt…

Nachdem sich unsere KuHlumnistin Frau Engels letzte Woche drei Stunden kabel-eins-Doku-Soap-Wahn hingeben musste, wollte sie es nun genau wissen: Ist das Genre generell das, wofür man es hält oder machen es die Öffentlich-rechtlichen vielleicht etwas besser als die Privaten? Dazu nahm sie sich „Straßenchor“ beim neugestarteten ZDFneo vor. Körber und Hammes ziehen im Rahmen dessen eine kurze Bilanz nach einem Sendemonat des neuen Digitalsenders.

Im Genre Film gibt es heute endlich die langersehnte Fortsetzung von Körbers Filmschule. „Tron“ stand dieses Mal auf dem Programmplan und Herr Körber schildert seine Eindrücke des Films und gibt ein persönliches Fazit ab. Selbstredend wirft Herr Hammes auch wieder einen Blick auf die neuesten Meldungen, die Kino-Neustarts und die Charts. Filmfreunde, aufgepasst: Ein Insidertipp mit Namen “Captain Berlin versus Hitler”
erwartet euch zusätzlich.

Weitere Themen: Kennste?-KENNSTE?-Mario-Barth lästert im Interview über Harald Schmidt; der Titelschmutz beweist ein weiteres Mal, wie visionär und richtungsweisend er ist;  „Deutschland, Deutschland u-ber alles“ ertönt im Bayerischen Rundfunk; KüHe tippen Quoten. Heute: Kerners Jahresrückblick und Pocher nach der Schweinegrippe.

Link aus der Sendung:
Mehr zur „Generation Fernseh-Kult“
– „Captain Berlin vs. Hitler“ bei MySpace
– Trailer zur „Tron“-Fortsetzung „Legacy“
– Interview mit Til Schweiger auf SPON
– Bildblog über die Berichterstattung bezüglich des Auftritts von Pete Doherty

Quellen Audioausschnitte: YouTube/HBO/Darren Star Productions

Folge 19: Pochers Grippe, N24-Sparmaßnahmen, Vampire und Strombergs alte Karre

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinns-KuH. Und heute aktueller denn je. Oliver Pocher ließ nämlich exklusiv kurz vor unserer Aufzeichnung vermelden, dass er trotz Schweinegrippe am morgigen Freitag seine Late-Night-Show in Sat.1 moderieren wird. Allerdings unter Quarantäne von zu Hause aus. Wie genau das aussehen wird, erklären Körber und Hammes. Ein weiteres Thema sind die deutschen Nachrichtensender – ganz explizit geht es um N24, den Newssender der ProSiebenSat.1-Gruppe. Ein Bericht im „Spiegel“ sorgte am Wochenende für Aufsehen. Darin war von Sparmaßnahmen die Rede, auch eine komplette Schließung des Senders stand im Raum. Was dran ist und wie ProSiebenSat.1 am Mittwoch die N24-Mitarbeiter über künftige Optionen der Neupositionierung informierte, heute in der Medien-KuH.

Drei Stunden Doku-Soap-Wahnsinn hat sich unsere KuHlumnistin Stephanie Engels für euch angetan. Sie berichtet in „TV and the City“ über den neuen Dienstag bei kabel eins.

Filmfreunde erwartet in der 19. Episode der KuH ein „extra großes” Spezial rund um DEN Kinostart der Woche, nämlich „Twilight: New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“. Okay… sagen wir, Körber und Hammes räumen dem Film so viel Platz in der Sendung ein, wie er verdient.

Weitere Themen: Tele 5 kramt im alten RTL-Archiv; Kerner-Talk 2.0 mit Jauch und Schirrmacher bei Beckmann; Spongebob-Wahn bei den MTV-Sendern; Stromberg versteigert seinen Dienstwagen und RPR1. ein Sendeloch von 10 Sekunden; der Gewinner der exklusiven und formschönen BTV4U-Anstecknadel.

Link aus der Sendung:
Körber, der Doof, hat ihn angesprochen, aber nicht aufgelöst: Den Vote zum Thema Nachrichtensender
Call-In ist doch zum Kotzen

Quellen Audioausschnitte: YouTube/HBO/Darren Star Productions

Folge 18: Tops, Flops, Spenden, Energieausgleich und jede Menge Hornauer

Endlich 18, die KuH wird volljährig! Nachdem Körber und Hammes die Technik besiegt und ihr Reich vorm Mikrofon wieder einnehmen konnten, steht Episode 18 ganz im Zeichen einer bestimmten Person: Thomas G. Hornauer. Dem ein oder anderen KuH-Hörer sicherlich schon längst ein Begriff, weiß der schwäbische Fernsehmacher immer wieder von sich Reden zu machen und wurde vor allem durch seinen Sender Kanal Telemedial bekannt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=6wiiTYG12DI&hl=de_DE&fs=1&]
Nur ein winzig kleiner Einblick in das Treiben bei Kanal Telemedial

Doch woher kommt der Mann eigentlich und welche Idee verfolgt er mit seinem inzwischen ausschließlich im Internet zu empfangenden Sender? Die KuH versucht mit der „Horni-Story” Licht ins Dunkel zu bringen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=YjJWAs5vhu8&hl=de_DE&fs=1&]
Das B.TV-Motivationsvideo – so fing alles an

Doch so gerne Körber und Hammes über Herrn Hornauer und seine telemediale Idee auch philosophieren, so gilt es auch einige liegengebliebene und brandaktuelle Themen rund um Film, Funk und Fernsehen abzuarbeiten. Da wäre zum einen der Start des neuen Senders Fem TV. Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat nämlich jetzt (mal wieder) die Frau als potenzielle Zielgruppe für sich entdeckt. Zudem gibt es diese Woche einige Tops und Flop: Von der „Berliner Nacht-Taxe” über „Frauenzimmer” bis hin zu „Pastewka” und „Stromberg”.

Und es gilt voller Herzlichkeit Danke zu sagen. Danke an euch, die KuH-Hörer, die unserem Aufruf nachkamen und uns durch Spenden unterstützt haben. Wie diese zum Teil schon in der aktuellen Folge eingesetzt wurden, erklären die beiden KüHe.

Weitere Themen: „Maus”-Erfinder Armin Maiwald kritisiert den Ki.Ka und Ulrich Wickert ARD und ZDF; „Paranormal Activity” neu im Kino; die aktuellen Kino-Charts; Körbers Filmschule; Neues vom Titelschmutz und eine Hörer-Überraschung für Herrn Hammes.

Für den musikalischen Ausklang sorgt in Folge 18 unsere Stammhörerin Anna Kühn (21) mit „Der Weg Nach Vorn”. Mehr von der jungen Nachwuchssängerin ist unter Youtube.com/user/aennarockstah zu finden.

Links aus der Sendung:
Telemedial-Wiki mit Hornauer-Zitaten
Die volle Portion Hornauer – täglich im Livestream
Movie: Kanal Telemedial – Ein Sommermärchen
Movie: Eines von vielen Best-of-Videos von Kanal Telemedial
Movie: Hitlergruß bei Kanal Telemedial?
Movie: Thomas Hornauers Scherz – „Ich hätte dir nix geklaut, ich hätte dich vergewaltigt”
Movie: Hornauer ist „Sinnlos im Weltraum”
Movie: Viele weitere Telemedial-Videos bei YouTube
– Movie: „Bis zur Vergasung” – Thomas Hornauer philosophiert über Sprichworte

Quellen Audioausschnitte: YouTube/Kanal Telemedial (Thomas-G.-Hornauer-Gruppe)

Enkes Tod: Sensationsjournalismus vs. Schutz der Ehre

Enkes Tod: Sensationsjournalismus vs. Schutz der Ehre

Manchmal kotzen mich die Medien an. Und zwar so richtig. Klar, irgendwo gehöre ich dazu und oftmals tragen sie zu meiner Erheiterung und (im besten Fall) auch zur Information bei, aber das, worüber ich heute im Blog von Medienjournalist Stefan Niggemeier gestoßen bin, schockiert und erzürnt mich gleichermaßen.

Generell mag man über die Berichterstattung vom Tod des Torhüters Robert Enke seine ganz eigene Meinung haben. Natürlich ist es eine Tragödie. Natürlich ist die Trauer berechtigt. Und natürlich geht auch mein Mitgefühl und Beileid an seine Adoptivtochter sowie an seine starke Frau, die, mit dem Gedanken, dem Medienzirkus danach entfliehen zu können, vor laufenden Kameras in der tiefsten Phase der Trauer eine PK gibt.

Doch mir scheint der Umgang der Medien mit diesem Thema in großen Teilen sehr einseitig. Passende Worte dazu hat in meinen Augen Kollege Frank Wallitzek bei Radio Bonn/Rhein-Sieg gefunden.

Davon ab: was sich einige namhafte Medienunternehmen in diesen Tagen leisten, zeugt mal wieder vom oft beschriebenen Sensationsjournalismus, wie der Blog-Eintrag von Niggemeier unter Beweis stellt.

Natürlich war die Selbsttötung von Torwart Enke auch bei ProSieben ein Thema. Am Mittwoch berichtete in »Newstime« Reporter Stefan Landgraf. Dem Zuschauer werden Bilder vom Unglücksort präsentiert. Eine junge, zunächst nicht näher erkennbare Frau ist zu sehen, die sich mit den Helfern austauscht. »Sagen Sie bitte, was mit meinem Mann ist«, erkundigt sie sich bei einem Polizisten. »Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen.« »Lebt er noch?« will sie wissen. Seitens der Polizei erneut die Aussage, dass man dies jetzt nicht sagen könne. Es ist Enkes Frau Teresa, die sofort zum Unglücksort eilte.

Das alles präsentierte uns ProSieben (beziehungsweise der hauseigene Nachrichtensender N24) mit entsprechendem Bildmaterial und Untertiteln zur besseren Verständlichkeit. Stefan Niggemeier zeigt von ihm unkenntlich gemachte Screenshots aus dem Beitrag.

Quelle: stefan-niggemeier.de; Screenshot: ProSiebenQuelle: stefan-niggemeier.de; Screenshot: ProSieben

 

Sensationsgeilheit der unschönen Sorte. Doch wer kann so etwas verhindern? Die Antwort ist ganz einfach: der Pressekodex, den jeder Journalist hoffentlich auswendig gelernt oder zumindest irgendwann mal in Händen gehalten hat. Zunächst ein Auszug um zu erklären, dass die Berichterstattung über den Selbstmord Enkes in der Tat seine Berechtigung hat, thematisiert zu werden:

Richtlinie 8.5 – Selbsttötung
Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von öffentlichem Interesse handelt.

Berichterstattung ja, aber…

ZIFFER 9 – SCHUTZ DER EHRE
Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Bleibt die Frage offen, ab wann von »unangemessenen Darstellungen« die Rede ist. War die »Newstime«-MAZ unangemessen? Das obliegt in erster Instanz natürlich zunächst den verantwortlichen Chefredakteuren. Doch sollte auch die Redaktion von ProSieben/N24 über Ziffer 11 des Pressekodex informiert sein, denn…
ZIFFER 11 – SENSATIONSBERICHTERSTATTUNG, JUGENDSCHUTZ
Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.
Richtlinie 11.1 – Unangemessene Darstellung
Unangemessen sensationell ist eine Darstellung, wenn in der Berichterstattung der Mensch zum Objekt, zu einem bloßen Mittel, herabgewürdigt wird. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn über einen sterbenden oder körperlich oder seelisch leidenden Menschen in einer über das öffentliche Interesse und das Informationsinteresse der Leser hinausgehenden Art und Weise berichtet wird.

Unangemessen? Nicht für die Nachrichten-Redaktion. ProSieben-Sprecher Christoph Körfer sagt auf Anfrage von Niggemeier, die Bilder zu zeigen war »angemessen«. Bei N24 hieß es auf seine Nachfrage hin, diese Bilder seien doch auch auf anderen Sendern zu sehen gewesen. Im Vergleich zu ProSieben jedoch verpixelt.

Es ist ein Armutszeugnis, wenn Bilder wie diese über den Sender geschickt werden. Überhaupt gipfelt der Sensationswahn der Presse mehr und mehr in fragwürdige Dimensionen und stellt den Beruf des Journalisten in eine Ecke, in die er nicht reingehört. Schnell wird man als unsensibles Monster abgestempelt.
So ist es bei Twitter keine Seltenheit mehr, wenn eine Lokalzeitung User mit Tweets wie »Tote und Schwerverletzte bei Unfall auf der B10 – Bilder und Videos bei uns…« anlocken will. Wer diese Form von Journalismus unterstützen will, darf natürlich weiterhin gerne klicken. Bei mir wird so etwas lediglich mit einem Klick auf »unfollow« quittiert.

 

Folge 17,5: Sat.1-Montag, Titelschmutz und S(p)endenaufruf der KuH in Not

Man hat die Medien-KuH ihrer Weide beraubt. Unvorhergesehen können wir das bisher genutzte Studio – und damit auch das nötige professionelle Equipment – nicht mehr in Anspruch nehmen. Deshalb müssen wir die treuen KuH-Hörer auch heute mit einer Lite-Episode zufrieden stellen.

Dennoch scheuen Körber und Hammes nicht davor zurück, wenigstens einige Themen anzusprechen. Unsere Verstärkung aus Köln, Frau Engels, hat sich in „TV and the City – Die KuHlumne” dem neuen Sat.1-Montag gewidmet und sich für euch die Premium-Formate „Deutschland wird schwanger” sowie „Kerner” angetan. Ob die Sendungen in Woche zwei punkten konnten?

Im Titelschmutz müssen die Highlights der letzten beiden Wochen aufgearbeitet werden und auch die neuesten Zusendungen von schlechten Radio-Claims aus der ganzen Republik wollen die Herren Körber und Hammes euch nicht länger vorenthalten. Selbstverständlich wird es auch zu einer ausführlichen Erklärung der gegenwärtigen Situation der KüHe kommen. Im Zuge dessen startet die Medien-KuH einen S(p)endenaufruf.

P.S.: DANN MACHEN WIR EBEN UNSER EIGENES STUDIO AUF! MIT BLACKJACK UND NUTTEN! 

Link aus der Sendung:
Angesprochener Werbespot des Mobile Pimps. So gelaufen als Werbespot nach 23 Uhr, als Kurz- und Langversion

Quelle Audioausschnitt: YouTube/HBO/Darren Star Productions