Filmfestival Max Ophüls Preis

   

Es ist allgemein bekannt, dass die KüHe im Saarland leben. Umso beschämender, dass keiner der beiden (aus Zeitgründen, es sei zum wiederholten Male gesagt) dazu kommt das prestigeträchtige Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken intensiv mitzuerleben und darüber zu berichten. In diesem Jahr haben wir kurzerhand den filmbegeisterten KuH-Hörer Florian Böttger (@fboettger bei Twitter) dazu breitgeschlagen, seine Festival-Eindrücke für uns festzuhalten. Und los gehts:

Jedes Jahr im Januar verwandelt sich Saarbrücken in eine fahlblaue Metropole für den deutschen Nachwuchsfilm. So auch wieder in diesem Jahr – bereits zum 32. Mal fand das bundesweit angesehene Filmfestival Max Ophüls Preis statt. Eine Woche, in der man Filme erleben kann, die in der, von Blockbustern beherrschten Kinowelt meist untergehen.

Dass viele Menschen jedoch genau an diesen Filmen interessiert sind, zeigt der Besucherrekord, der auch in diesem Jahr wieder gebrochen wurde. Volle Kinosäle, ausgebuchte Fachveranstaltung – was kann sich solch ein Festival mehr wünschen? Richtig – gute Filme. Und die gab es in diesen Jahr reichlich! Die letzten Augenringe verschwinden so langsam und es ist an der Zeit, einen ganz persönlichen Rückblick auf die vergangene Woche zu wagen.

Was mich dieses Jahr am meisten beeindruckt hat, waren die Kurzfilmreihen. Sprich: man geht ins Kino und schaut sich zwischen 5-7 Kurzfilme hintereinander an. Was dort dieses Jahr geboten wurde fand ich absolut großartig. Nennenswert ist hier zum Beispiel der Kurzfilm „Die Invasion vom Planeten Schrump“ (über dem man im gesamten Internet nichts zu finden scheint) – ein Abschlussfilm der Regisseurin Nadine Keil, der auf der einen Seite sehr lustig ist, aber doch einen ernsten Hintergrund, nämlich den Tod des eigenen Sohnes erzählt. Verbunden mit Film-im-Film und Film-im-Film-im-Film Momenten mein absoluter Liebling dieses Jahr! (Wer nicht mehr mitkommt, sollte sich ihn irgendwo ansehen!).

Ein weiteres Kurzfilm-Highlight für mich war der Film „Interview“. Und da ich nicht in der Lage bin, den Film gut zu erklären, sei auf das Gespräch mit Regisseur Sebastian Marka bei Lola‘s Bistro verwiesen.

Kommen wir zu den Langfilmen. Dort begeisterten mich vor allem drei Filme. Zum einen der (absolut zurecht) mit dem Publikumspreis ausgezeichnete Film „Der Sandmann“. Der Film war eine angenehme Abwechslung zu den meist traurigen und ernsten Themen bei den anderen Filmen. Und ich glaube mir würde jeder recht geben wenn ich sage: dies war definitiv der lustigste Langfilm des Festivals! Man kann nur hoffen, dass irgendein Verleih schlau genug ist, diesen Film ins Kino zu bringen. Falls ja, kann ich ihn wärmstens empfehlen!

Mit sehr ernsten Thematiken kommen die beiden Filme „Silberwald“ und „Der Brand“ daher. Wobei letzterer mich vor allem durch die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Maja Schöne überzeugte. „Silberwald“ erzählt sehr authentisch die Geschichte von drei Freunden, die versuchen ihrem Alltag zu entkommen und dabei auf die völlig schiefe Bahn geraten.

Generell muss ich feststellen, dass dieses Jahr eigentlich kein Film dabei war, der mir so gar nicht gefallen hat. Der meistgelesene Satz über das Festival war dieser Tage glaube ich: „der deutsche Nachwuchsfilm lebt“ – und das würde ich ebenfalls unterstreichen. Jedem im Raum SaarLorLux sei das Max Ophüls Festival wirklich ans Herz gelegt und vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Film dieses Jahr auch bundesweit auf den Leinwänden zu sehen. Mich würde es freuen.

In diesem Sinne: gute Projektion!

Vielen Dank Florian :)




christian m.

14. Dezember 2011 um 19:28    


hallo

Ich war da…

ich kann nur sagen man hat nichts verpasst..

:(

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